Dystopische Jugendromane: Der Unterhaltungswert der Katastrophe und der pädagogische Zeigefinger - Studienarbeit (in German)
Nietsche, Constanze
Synopsis "Dystopische Jugendromane: Der Unterhaltungswert der Katastrophe und der pädagogische Zeigefinger - Studienarbeit (in German)"
Studienarbeit Universität Frankfurt: Diese Arbeit will sich mit dem aktuellen Trend des dystopischen Jugendromans auseinander setzen und versucht, mögliche Ursachen für die Beliebtheit solcher Lektüren zu benennen. In einem ersten Schritt soll eine Begriffsbestimmung erfolgen, um den prinzipiellen Unterschied, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen Dystopie und Utopie herauszuarbeiten. Nicht erst seit Roland Emmerichs Film "2012", der eine angeblich von den Maya prophezeite und kurz bevorstehende Katastrophe visualisiert und den Zuschauer doch mit dem Gefühl eines Happy End in die Realität entlässt, scheint die Möglichkeit des Endes der Welt ein wichtiges gesellschaftliches Thema geworden zu sein. Dieses Thema macht auch vor dem Büchermarkt im Allgemeinen, und der Kinder- und Jugendliteratur im Besonderen nicht Halt. Das aktuelle Bücher-Medien-Magazin "Hits für Kids 14+" stellt gleich drei Future-Fiction Romane vor, die für über 14jährige Leserinnen und Leser empfohlen werden. Online-Magazine wie die Jugendbuch-Couch empfehlen etwa 30 verschiedene Titel unter der Rubrik Future-Fiction, die mit Schlagworten wie Erdbeben, Klima, Klimakatastrophe, Klimawandel, Naturkatastrophe etc. versehen und von interessierten Lesern schnell gefunden werden können. Die Webseite http: //dystopischeliteratur.org, die sich als Anlaufstelle für Dystopie-Begeisterte im deutschsprachigen Netz versteht, spricht von mittlerweile über 800 dystopischen bzw. postapokalyptischen Titeln, auch wenn hier keine Unterscheidung zwischen Literatur für jüngeres Publikum und Erwachsenenliteratur gemacht wird. Diese Arbeit entstand im Kontext des Seminars "Politische Konflikte in Krisenregionen in Jugendromanen der Gegenwart. Als Exkurs wurden in diesem Zusammenhang auch Atom- und Umweltkatastrophen in Jugendromanen der Gegenwart beleuchtet. Natürlich beschäftigen sich viele Werke mit den realen und recht aktuellen Katastrophen unserer Zeit (beispielsweise Tschernobyl 1986, dem Tsunami von 2004, Fukushima 2011), es sind aber auch Romane erhältlich, die eine irgendwie geartete fiktive Katastrophe zeichnen oder zum Anlass für Abenteuer nehmen. Inhalt 1.Vorbemerkung 2.Dystopische Future-Fiction 2.1.Begriffsbestimmung 2.1.1.Utopie und Dystopie 2.1.2.Science-Fiction, Future Fantasy oder Future Fiction 2.2.Strukturmerkmale 2.3.Didaktische Funktionen 3."Das Ende der Welt" von Daniel Höra 3.1.Höras Weltentwurf und dessen Referentialisierbarkeit 3.2.Gattungstransgression 3.3.Kritik 4.Erkenntnisgewinn vs. Unterhaltungswert 4.1.Die Lust an der Katastrophe und ihre Nachahmung 4.2.Das pädagogische Potential der fiktiven Katastrophe 5.Fazit 6.Bibliographie Studienarbeit Autorin: Constanze Nietsche (Pseudonym dokumente-online.com) Goethe Universität Frankfurt am Main 2015