Gender als Kategorie sozialer Ungleichheit ist fr die Beratungspraxis auf vielen Ebenen relevant. Zum einen prgen ungleiche Geschlechterverhltnisse und machtvolle Gendernormen die Lebenswelten von Beratungsnutzenden, was zu bestimmten Problemen, Herausforderungen und Bewltigungsstrategien fhren kann. Zum anderen sind die Identittskonstruktionen der Beratungsnutzenden wie auch die der Berater*innen in ein kulturelles System der Zweigeschlechtlichkeit eingebettet, in dem Geschlecht immer auch getan werden muss. Auch Berater*innen selbst sind als Mitkonstrukteur*innen am Doing Gender beteiligt. Dementsprechend zeigen sich in der Beratungspraxis Deutungsmuster sowie Bewltigungsstrategien, die ohne Rckgriff auf die Kategorie Gender nicht zu verstehen sind.Das Buch fragt deshalb nach der Bedeutung von zentralen Gendertheorien fr Beratung und richtet seinen Fokus auf vier zentrale Strnge der Genderforschung: Auf Anstze, die Gender als Struktur analysieren, auf Theorien, die Gender als Tun begreifen, auf dekonstruktive Kritiken an Gendernormen und auf intersektionale Perspektiven, die Gender als verwoben mit anderen Kategorien sozialer Ungleichheit erkennen.Fallbeispiele aus der Beratungsarbeit veranschaulichen, inwiefern das jeweilige gendertheoretische Wissen zum beraterischen Verstehen beitragen kann. Neben einer bersicht zentraler Gendertheorien gibt das Buch somit auch konkrete Impulse fr die Beratungsarbeit.