Industriegeschichten: Reportagen aus Museen, die keine waren (in German)
Synopsis "Industriegeschichten: Reportagen aus Museen, die keine waren (in German)"
Nach 1989 erlebte der Osten Deutschlands einen dramatischen wirtschaftlichen Bruch. Innerhalb weniger Jahre gingen in der Industrie fast drei Viertel aller Arbeitspltze verloren. Auch in den traditionsreichen Industriegebieten Sachsens gab es fr einen groen Teil der Betriebe keine Perspektive, weite Landstriche wurden deindustrialisiert. An zahlreichen Orten gelang es jedoch Initiativen von ehemaligen Mitarbeitenden, die Fabrikgebude und historisch wertvolle Maschinen zu retten. Aus ehemals produzierenden Fabriken wurden Industrie- und Technikmuseen.Cornelia Munzinger-Brandt und David Brandt richten den Blick auf Menschen, die diese besondere Transformation am eigenen Leib erfahren und mitgestaltet haben. Zuvor als Arbeiter:in, Betriebshandwerker:in oder Ingenieur:in beschftigt, widmen sie sich nach persnlichen Tiefen, nach Arbeitslosigkeit und unsicherer Perspektive der Bewahrung des industriellen Erbes und halten ein Stck Vergangenheit fr die Zukunft fest. Aus der vielstimmigen Erzhlung entsteht das Bild einer Gesellschaft im Umbruch.Die Idee zum Projekt entstand, als wir schsische Industriemuseen besuchten und uns auffiel, dass wir von Personen gefhrt wurden, die mehr wussten, die persnlicher und emotionaler erzhlten als blicherweise. Dieses 'mehr' rhrte daher, dass sie die Maschinen, ber die sie im Museum sprachen und die sie vorfhrten, bis zur Wende an ihren Arbeitspltzen bedient hatten.