Nomoi: Ein philosophischer Dialog ber Gesetzgebung, Erziehung und die Ordnung der antiken Polis (in German)
Synopsis "Nomoi: Ein philosophischer Dialog ber Gesetzgebung, Erziehung und die Ordnung der antiken Polis (in German)"
Platons Nomoi, die Gesetze, entfalten in der Form eines ausgedehnten Gesprchs zwischen dem Athener Fremden, dem Kreter Kleinias und dem Spartaner Megillos den Entwurf einer gesetzlich geordneten Polis, hufig mit Magnesia identifiziert. Im Unterschied zur poetisch zugespitzten Politeia tritt hier ein nchterner, legislatorischer Stil hervor: Erziehung, Religion, Eigentum, Musik, Strafrecht und politische mter werden als Bestandteile einer umfassenden Seelen- und Gemeinwesenordnung behandelt. Als sptes, vermutlich unvollendet gebliebenes Werk steht der Dialog im Kontext von Platons reifer Reflexion ber die "zweitbeste" Verfassung. Platon, Schler des Sokrates und Grnder der Akademie, schrieb aus der Erfahrung der athenischen Demokratie, des Peloponnesischen Krieges und der Hinrichtung seines Lehrers heraus. Seine gescheiterten politischen Hoffnungen in Sizilien und seine lebenslange Suche nach der Verbindung von Philosophie und Herrschaft prgen die Nomoi besonders deutlich: Nicht mehr der Philosophknig, sondern die vernnftige, erzieherisch wirkende Gesetzgebung soll menschliche Unvollkommenheit bndigen. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Platon jenseits der berhmten Ideenlehre kennenlernen wollen. Die Nomoi bieten keinen leichten Einstieg, wohl aber eine auerordentlich reiche Quelle fr politische Philosophie, Rechtsdenken und antike Kulturtheorie.